Gedenkstättenfahrt Krakau

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Vom 20. bis 23. März 2026 fand für Schülerinnen und Schüler unserer 9. und 10. Klassen eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau statt. Ziel der Reise war es, historische, kulturelle und insbesondere erinnerungskulturelle Inhalte vor Ort zu erleben und zu reflektieren.

Am ersten Tag stand nach der Ankunft in Krakau die Erkundung des jüdischen Stadtteils Kazimierz auf dem Programm. Im Rahmen eines geführten Stadtrundgangs erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das jüdische Leben vor dem Holocaust und lernten religiöse Traditionen sowie kulturelle und alltägliche Aspekte kennen. Dabei wurden unter anderem eine Synagoge sowie der alte jüdische Friedhof besichtigt. Anschließend folgte der Besuch des Oskar-Schindler-Museums, der ehemaligen „Fabrik Schindlers“. Die multimediale Ausstellung vermittelte eindrücklich die Geschichte des besetzten Krakau in den Jahren 1939 bis 1945, beleuchtete die Biografie Oskar Schindlers sowie seine Rettungsaktionen und stellte Bezüge zur heutigen Erinnerungskultur her. Der Tag wurde mit einer gemeinsamen Reflexion sowie der Besprechung eines Verhaltenskodexes für Gedenkstätten abgeschlossen.

Der zweite Tag war geprägt vom Besuch des Stammlagers Auschwitz I. Während einer etwa vierstündigen geführten pädagogischen Tour setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers auseinander. Thematisiert wurden unter anderem Deportationen, die Organisation des Lagers, medizinische Experimente, das Alltagsleben der Häftlinge sowie Formen des Widerstands. Im Anschluss daran besuchte die Gruppe das UNESCO-Weltkulturerbe Salzbergwerk Wieliczka. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die geologischen und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergründe des Salzabbaus sowie in die Arbeitsbedingungen unter Tage. Ergänzend konnten auch naturwissenschaftliche Aspekte, etwa aus den Bereichen Physik und Geologie, vertieft werden. Eine gemeinsame Reflexion rundete den Tag ab.

Am dritten Tag stand der Besuch von Auschwitz II–Birkenau im Mittelpunkt. Bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände wurden zentrale Orte wie die Rampe, Häftlingsbaracken und die Ruinen der Krematorien besichtigt. Dabei wurde insbesondere die industrielle Dimension des nationalsozialistischen Völkermordes thematisiert. Den Abschluss der Projektfahrt bildete eine gemeinsame Abschlusssession, die Raum für moderierte Gespräche und stille Reflexion bot. Zudem bestand die Möglichkeit, an einer Gedenkminute teilzunehmen.

Die Projektfahrt hinterließ bei den Teilnehmenden einen tiefen Eindruck. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich bewegt und nachdenklich angesichts der historischen Orte und der vermittelten Inhalte. Insgesamt leistete die Fahrt einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung sowie zur Förderung von Empathie und Verantwortungsbewusstsein.

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