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Oberschule „Am Wehlenteich“

Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung

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Weggefangen-weggesperrt-weggeschaft...

"Weggefangen - weggesperrt - weggeschafft" 

 

Im Rahmen des Schülerprojekts Zeitensprünge 2018 „Weggefangen - weggesperrt - weggeschafft…“ haben sich unsere Schüler und Schülerinnen 2018 zusammengefunden, um sich mit dem Thema der Internierungslager in der sowjetischen Besatzungszone zu beschäftigen. 

Unsere Schülerinnen und Schüler wurden auf das Thema durch die Recherchen zum Projekt "KZ-Außenlager Schwarzheide" aufmerksam. Angeblich gab es da eine Weiternutzung durch die Russen... Damit stand die Frage im Raum: "Wurde das Lager Schwarzheide dann ein russisches Konzentrationslager bzw. was ist überhaupt nach Kriegsende damit passiert?"

Umfangreich haben sich unsere Schülerinnen und Schüler geschichtlich informiert und stießen auf Bezeichnungen wie: "Potsdamer Konferenz", "Entnazifizierung", "Siegermächte", "Stalin" und "Speziallager".

Unsere Projektgruppe setzte sich anschließend mit all diesen Themen intensiv auseinander. So stießen Sie auf das ehemalige Internierungslager Nr.5 in Ketschendorf. Das Lager wurde Ende April 1945 in der 1940 erbauten Arbeitersiedlung der Deutschen Kabelwerke eingerichtet und war das schlimmste seiner Art. Gemeinsam mit ihrer Projektleiterin Frau Nikolaus machten Sie sich auf den Weg dorthin. Vor Ort erhielt unsere Projektgruppe umfassende Einblicke in die Geschichte des Lagers, von der Errichtung und Organisationsstruktur über die massive Überbelegung bis hin zum Alltag der Gefangenen. Sie erfuhren Details zum Tagesablauf, zur unzureichenden Verpflegung, zur mangelhaften Hygiene, zur Kleidung sowie zur Ausbreitung von Krankheiten und den vielen Todesfällen. Die Zeitenspringer befragten ihre Familien zu dieser Zeit, aber das verordnete Schweigen in der DDR hat viele Geschichten verschwinden lassen. Aus dem Raum Lauchhammer, Ruhland und Großräschen wurden damals Menschen nach Mühlberg, Jamlitz und Ketschendorf geschafft. Darüber gibt es Aussagen in den Totenbüchern der jeweiligen Lager. 

Manche Inhaftierte sahen ihre Familien nach Jahren wieder, viele jedoch blieben spurlos verschwunden.

 

Unsere Zeitenspringergruppe besuchte auch den Friedhof in Halbe und hat die Opfer geehrt! 

 

Das Projekt „Zeitensprünge“ beschäftigt sich mit der Erforschung der Regionalgeschichte und wird vom (LJR) Landesjugendring Brandenburg e. V. sowie der Flick-Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung finanziert.