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Oberschule „Am Wehlenteich“

Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung

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Guiseppe Lopedote italienischer Militärinternierter

"Guiseppe Lopedote" italienischer Militärinternierter

 

Im Rahmen des Schülerprojekts Zeitensprünge 2025 "Guiseppe Lopedote - italienischer Militärinternierter" haben sich unsere Schüler und Schülerinnen 2025 zusammengefunden, um sich mit dem zur Verfügung gestellten Tagebuch des Guiseppe Lopedote auseinanderzusetzen. 

 

2022 kontaktierte Katia Lopedote über den LJR Brandenburg die Zeitensprüngegruppe unserer Schule. Sie stellte unserer Gruppe ein in italienisch geschriebenes Tagebuch ihres Großvaters zur Verfügung. Nach der ersten groben Übersetzung wurde unserer Gruppe bewusst, dass der italienische Militärinhaftierte Guiseppe Lopedote in Schwarzheide in der Zeit von 1943-1945 unter unmenschlichen Bedingungen gemeinsam mit anderen KZ-Häftlingen gearbeitet und um sein Überleben gekämpft hat. Das Tagebuch wurde in die deutsche Sprache übersetzt und mit Entsetzen mussten unsere Zeitensprünger feststellen, welch grausame Taten direkt hier in unserer Heimat während des 2. Weltkrieges stattgefunden haben. In unserer Nachbarstadt Schwarzheide befand sich ein KZ-Außenlager des Stammlagers Sachsenhausen. Genau hier ereigneten sich die Geschehnisse, von den Guiseppe Lopedote in seinem Tagebuch berichtet. Guiseppe Lopedote schrieb in seinem Tagebuch, unter welchen Bedingungen die Häftlinge damals nach Deutschland verschleppt wurden, wie sie hier ankamen, in den Lagern untergebracht und anschließend weitertransportiert wurden. 

Er schilderte die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Sie arbeiten mussten, und wie er insgesamt 7 Bombardierungen auf die BRABAG Schwarzheide (heute BASF) , teilweise nur mit sehr viel Glück, überlebte. 

Erschöpft und kraftlos von harter Arbeit und ständigem Hunger versuchten die Menschen dennoch, jeden Tag zu überleben um vielleicht doch irgendwann in ihre Heimat zu ihren Familien zurückzukehren.

Die Erinnerungen von Guiseppe Lopedote mahnen uns, dass wir die Vergangenheit niemals vergessen dürfen. 

 

Das Projekt „Zeitensprünge“ beschäftigt sich mit der Erforschung der Regionalgeschichte und wird vom (LJR) Landesjugendring Brandenburg e. V. sowie der Flick-Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung finanziert.